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Sonderausstellungen

MHK sucht persönliche Andenken aus Wohnkultur der 1970er Jahre

Für ein Schaufenster in das Deutsche Tapetenmuseum zu Tapeten aus den 1970er Jahren sucht die MHK nach persönlichen Gegenständen, Anekdoten oder Fotos rund um Zeitgeschichte und Wohnkultur. 

Die Sonderausstellung aus der Sammlung des Deutschen Tapetenmuseums ist für Herbst 2022 geplant. Sie soll den Sammlungsbereich aus den 1970er Jahren zeigen. Ergänzt wird die Schau durch persönliche Erinnerungsstücke. Die MHK freut sich über Leihgaben wie Fotos, Deko-Artikel, Einrichtungsgegenstände oder persönliche Erinnerungen, die über Hörstationen erlebbar gemacht werden.

Ob ABBA, Motiv-Tapeten, Frauenbewegung, BRAVO, Schlaghosen, grelle Farben und extreme Muster: die 70er waren ein verrücktes und auch politisches Jahrzehnt, das sich heute noch in vielen Retro-Trends wiederfindet. Die Sonderschau im Schloss Wilhelmshöhe greift genau diese Trends auf. Mit der eindrucksvollen Tapetensammlung im Mittelpunkt, lässt die MHK das bunte Jahrzehnt wiederaufleben. 

Ansprechpartnerin für Rückfragen und Kontakt für Einsendungen von Objekten 
Dr. Astrid Wegener
Tel.: 0561 316 80 314
E-Mail:  a.wegenermuseum-kasselde


Johann Friedrich Overbeck (1789-1869), Rückkehr von der Reise und Bekränzung der Penaten, Rom, September 1810

Treffpunkt Rom 1810 - verschoben auf 29. Oktober 2021 bis 30. Januar 2022

Die Sonderausstellung war nur wenige Tage geöffnet. Um die Planungen für dieses Jahr nicht durcheinander zu bringen, wird sie auf den Herbst verschoben.

Im 16. Jahrhundert waren Stammbücher, die Vorläufer unserer Poesiealben" in Mode. Auf Reisen wurden kleinformatige Büchlein mitgenommen, um neue Bekanntschaften oder bedeutende Persönlichkeiten um einen Beitrag zur Erinnerung zu bitten. 

Im Fokus dieser Sonderausstellung steht das Künstlerstammbuch des kunstinteressierten und wohlhabenden Wilhelm von Blackenhagen. Der Adelige war 1808 mit seiner Familie auf einer dreijährigen Bildungsreise, die ihn über Deutschland, Frankreich, Belgien, die Niederlande und die Schweiz bis nach Italien führte.

Wie Gottlieb Schick oder Christian Daniel Rauch stammen die meisten Künstler, die Blankenhagen um einen Beitrag für sein Stammbuch bat, aus dem unmittelbaren Umfeld Caroline von Humboldts. Die Bedeutung des Albums für die Forschung ist nicht zu unterschätzen. Ergänzt durch eine ausgezeichnete Quellenlage wie Briefe, Tagebuchaufzeichnungen oder Zeitungsberichte veranschaulicht es beispielhaft das Beziehungsgeflecht der Künstler des Humboldt-Kreises.  

Blankenhagens Interesse für Kunst hat sich aber nicht nur in diesem Stammbuch niedergeschlagen. Wie Caroline von Humboldt ließ er seine Töchter durch Gottlieb Schick porträtieren. Als Subskribent unterstützte er das aufwendige Publikationsprojekt der Brüder Riepenhausen zur „Geschichte der Mahlerei in Italien“. Auf seine Initiative hin entwarf Thorvaldsen ein Denkmal für seine Vaterstadt Riga. 

Das Album Wilhelm von Blankenhagens erweitert das zeichnerische Oeuvre sowie die Biographie bedeutender deutscher und russischer Künstler des 19. Jahrhunderts in Italien. Es erbrachte darüber hinaus neue Erkenntnisse zur bislang kaum erforschten Sammeltätigkeit der Deutsch-Balten und zur Gattung des Künstlerstammbuchs im frühen 19. Jahrhundert. Weiter bietet das Entstehungsjahr kunsthistorisches Potential, da sich 1810 durch die Ankunft der Lukasbrüder entscheidende künstlerische Veränderungen ankündigen

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