Vom 14. Februar bis 19. Juli 2026
Das Fridericianum zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung von Catherine Opie in Deutschland, parallel zur Schau der Künstlerin in der National Portrait Gallery in London. Die Präsentation ist von der Künstlerin speziell für das Fridericianum konzipiert worden, so dass die Werke in einen Dialog mit der Architektur und Geschichte des historischen Gebäudes treten.
Was macht den Menschen aus?
Gezeigt werden zentrale Werkgruppen aus einem Zeitraum von über dreißig Jahren: von den frühen Porträtaufnahmen in den LSBTIQ*-Gemeinschaften, über fotografische Serien, die Landschaften als Resonanzräume für Identität, Hoffnungen und Traumata erkunden, bis hin zu den Dokumentationen von Bewegungen wie Black Lives Matter oder von Protestmärschen im Kontext der Präsidentschaft von Donald Trump.
Die Fragen, was einen Menschen ausmacht, welche Einflüsse ihn zu dem formen, was ihn charakterisiert, wie eine Loslösung von den determinierenden gesellschaftlichen Prägungen möglich ist und welche alternativen Lebensentwürfe realistische Optionen sein könnten, bilden den zentralen Rahmen für das Schaffen von Catherine Opie. Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet die Künstlerin an einem komplexen Werk, das insbesondere Fotografien, aber auch Filme, Kunstbücher und Installationen umfasst.
Opie knüpft dabei an die Traditionen der sozialorientierten Fotografie des 20. Jahrhunderts an und unterzieht sie einer weitsichtigen, einfühlsamen Aktualisierung. Damit einhergehend begründet sie eine ganz eigene Bildsprache und -ästhetik, wodurch sie – zusammen mit der gesellschaftlichen Relevanz ihrer Themen – zu den einflussreichsten Positionen der Gegenwart zählt.
Catherine Opie nahm an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen teil, darunter die Whitney-Biennale in New York (1995, 2004) oder die Istanbul-Biennale (2011). Ihre Werke waren zudem in vielen Einzelpräsentationen zu sehen, unter anderem im Museum of Contemporary Art in Chicago (2006), im Guggenheim Museum in New York (2008), im Los Angeles County Museum of Art (2016), im Henie Onstad Kunstsenter in Oslo (2017) oder im Museu de Arte de São Paulo (2024).
Kerstin Brätsch - MIMIKRY
Die Arbeit wurde speziell für die Rotunde im Herzen der Kunsthalle entwickelt und bildet die komplexe, raumgreifende Installation für das dort ansässigen Cafés. Sie ist voraussichtlich bis zur documenta 16 im Jahr 2027 zu sehen.
MIMIKRY spiegelt ein Stück Erdgeschichte wider, dessen kolossale Dimensionen den kaum fassbaren Kontext menschlicher Existenz bilden. Steine, Sedimente und Fossilien werden als Tapeten, Fenstervorhänge, durchscheinende Raumteiler und skulpturale Tische zu funktionalen Bestandteilen des Café-Interieurs. Die Vergangenheit wird in die Gegenwart gezogen – ein Eindruck, der durch zahlreiche Darstellungen von Dinosauriern verstärkt wird.
Café geöffnet
Das Café ist sowohl während der Ausstellungen als auch in der ausstellungsfreien Zeit geöffnet. Genießen Sie Kaffee- und Teespezialitäten, leckere Kaltgetränke sowie Kuchen und Brote in Bioqualität auf der Sonnenterasse oder drinnen.
Öffnungszeiten
Dienstag und Mittwoch 11 bis 18 Uhr
Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Museum Fridericianum
Anschrift
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel