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Ausstellung im Kasseler Kunstverein

Der Kasseler Kunstverein wurde 1835 als unabhängiges Forum zur Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst gegründet und war einer der ersten seiner Art in Deutschland. Mit einer 500 qm großen Ausstellungsfläche im Erdgeschoss des Museum Fridericianums bietet er Kunstschaffenden ein einzigartiges Experementierfeld

Minus gleich plus - noch bis zum 18. Oktober

Ein Virus legt die Wirtschaft lahm: Hilfspakete, Mehrwertsteuersenkung, Abwrackprämien, der Staat als Großaktionär – alles kommt auf den Prüfstand, um die Konsumgesellschaft in Schwung zu bringen. Aber ist es überhaupt sinnvoll und richtig, die Wirtschaft nach der Bewältigung der Pandemie in allen Bereichen wieder vollständig hochzufahren? Befindet sich das „Raumschiff Erde“ nicht längst auf einem bedrohlichen Kollisionskurs? Die planetarischen Grenzen des Wachstums sind überschritten und ökologische Probleme wie der Klimawandel und das Artensterben sind die großen Herausforderungen der Gegenwart. Wäre da nicht jetzt ein günstiger Zeitpunkt, die Wachstumskritik verstärkt in das öffentliche Bewusstsein zu rufen und aus dem alten Credo „less is more“ mehr zu machen als einen ästhetischen Lifestyle der Bessergestellten? Lässt sich in der Kunst eine Sprache für ein Umdenken entwickeln?
 

„- = + “ Ideen für ein Umdenken

Der Kasseler Kunstverein bietet mit „- = + “ eine Plattform für die Präsentation und Diskussion gesellschaftskritischer Werke. Das Konzept setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit Kunstschaffenden aus der Region. Denn es sind gerade lokale Strukturen, die weniger Ressourcen verbrauchen und ein nachhaltigeres Wirtschaften ermöglichen. Architektonisch wird die Idee „- = +“ in einer Raum-im-Raum Situation abgebildet, die vorhandene Materialien nutzt und die Ausstellungsfläche verkleinert: Mehrwert durch Reduktion – der Raum als Übungsgelände und Schau-Platz der Postwachstumsästhetik.

Der Eintritt zu dieser Ausstellung ist frei.

Werke der einzelnen Künstlerinnen und Künstler

Beteiligte Künstlerinnen und Künstler


Erstmalig mit neuer Form der Förderung

In Zusammenarbeit mit dem Kulturdezernat der Stadt Kassel kommt in dieser Ausstellung zum ersten Mal ein neuer städtischer Fördertopf zum Tragen. Mit ihm werden Honorare für Künstlerinnen und Künstler finanziert, die in Kassel ausstellen. Damit möchte die Stadt im Sinne der „Kulturkonzeption Kassel 2030“ einen Beitrag zu einer faireren Entlohnung im Kulturbereich leisten. Die Honorare dienen entsprechend nicht der Finanzierung anfallender Ausstellungskosten, sondern werden vollumfänglich an die Kunstschaffenden weitergeleitet. 

Kulturdezernentin Susanne Völker beschrieb die Motive, die im Rahmen der gemeinsamen Entwicklung der Kulturkonzeption Kassel 2030 zur neuen Förderung im Bereich der Künstlerhonorare geführt haben: „Bei Konzerten, Theateraufführungen und Lesungen ist es in der Regel selbstverständlich, dass an die beteiligten Künstlerinnen und Künstler Honorare gezahlt werden. Im Bereich der Bildenden Kunst ist das leider noch immer nicht der Fall. Das möchten wir nun auf kommunaler Ebene ändern. Ich freue mich deshalb, dass die erste Ausstellung, die in Kassel aus diesen Mitteln gefördert wird, „Ideen für ein Umdenken“ im Kunstverein präsentiert.“

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