Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist vor allem bei engem Kontakt möglich, insbesondere durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten und den typischen Hautveränderungen (Pockenläsionen, z.B. Bläscheninhalt, Schorf), unter anderem auch im Rahmen sexueller Aktivitäten. In den Hautveränderungen befinden sich besonders hohe Virusmengen.
Eine Übertragung durch Tröpfchen ist bereits beim Auftreten unspezifischer Symptome (wie z.B. Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen) und noch vor dem Auftreten der Hautläsionen bei Face-to-Face-Kontakt im Nahbereich durch ausgeschiedene Atemwegssekrete möglich.
Eine Übertragung über Aerosole über den Nahbereich hinaus erscheint nach aktuellem Kenntnisstand als unwahrscheinlich.
Auch über Kleidung, Bettwäsche, Handtücher oder Gegenstände wie Essgeschirr, die durch den Kontakt mit einer infizierten Person mit dem Virus kontaminiert wurden, kann man sich infizieren.
Geschwüre, Läsionen oder Wunden im Mund können ebenfalls ansteckend sein, d.h. das Virus kann dann auch über den Speichel übertragen werden.
Die Aufnahme der Viren erfolgt meist über kleinste Hautverletzungen sowie über die Schleimhäute (Auge, Mund, Nase, Genitalien, Anus), möglicherweise auch über die Atemwege.
Menschen, die in engem Kontakt mit einer ansteckenden Person stehen, wie z.B. Sexualpartner und Haushaltsmitglieder, ggf. Angehörige des Gesundheitswesens, sind daher einem höheren Infektionsrisiko ausgesetzt und können Kontaktpersonen sein.