Aviäre Influenza / Geflügelpest / Vogelgrippe *Update 26.11.25:FLI-Bestätigungen liegen vor!

Nachdem bereits ab 1. November die Stallpflicht angeordnet worden war, besteht nun zusätzlich ein Durchführungs- und Verbringungsverbot für Veranstaltungen mit Vögeln: Denn mehr als 25 Wildvögel aus der Kasseler Fuldaaue wurden vom Hess. Landeslabors als hochverdächtig* im Hinblick auf die Geflügelpest identifiziert.


Stallpflicht

Stallhaltung bietet derzeit bestmöglichen Schutz vor der Geflügelpest

Um das Risiko einer Ansteckung mit dem Vogelgrippe‐Virus zu minimieren, wurde bereits ab 1. November 2025 die Stallpflicht angeordnet – und zwar auf unbestimmte Zeit. Die entsprechende aktuell gültige Allgemeinverfügung finden Sie  hier PDF-Datei 145 kB.

Nach einer umfassenden Risikoeinschätzung blieb aufgrund des derzeitigen hochdynamischen Geschehens keine andere Wahl, als die Aufstallung im gesamten Gebiet der Stadt Kassel zu verfügen – die Gefahr eines Eintrags dieser hochgefährlichen Tierseuche ist einfach zu hoch.

Der Zug der Wildvögel stellt ein besonderes Risiko dar. Die lokalen Gewässer – insbesondere die Fuldaauen im Gebiet der Stadt Kassel – sind dabei bevorzugte Rast- und Sammelplätze der Zugvögel. Das Einschleppungsrisiko über infizierte Wildvögel ist daher besonders hoch - zumal stichprobenhafte Überprüfungen von Geflügelhaltungen gezeigt haben, dass allgemeine Biosicherheitsmaßnahmen teilweise nur unzureichend umgesetzt werden, um direkte oder indirekte Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln zu vermeiden. 

„Ich bin mir durchaus bewusst, dass die angeordnete Stallpflicht eine Herausforderung für die Geflügelhalter darstellt – zumal der Zeitraum, über den solche Restriktionsmaßnahmen aufrechterhalten werden müssen, naturgemäß nicht abgeschätzt werden kann. Aber es gilt jetzt Verantwortung zu übernehmen und die Stallpflicht konsequent einzuhalten – denn ein Eintrag des gefährlichen Tierseuchenerregers in Geflügelbestände bedeutet nicht nur den sicheren Tod des eigenen Federviehs, sondern auch eine Gefährdung umliegender Geflügelhaltungen“, sagt Dr. Heiko Purkl, Leiter der Abteilung Tierseuchenbekämpfung bei der Stadt Kassel.