Kulturpreis der Stadt Kassel

Der Kulturpreis der Stadt Kassel würdigt herausragende Kulturprojekte aus allen Sparten. Ausgezeichnet wird, der sich in besonderer Weise um das kulturelle Leben in Kassel verdient gemacht hat.

Die Liste der Preisträgerinnen und Preisträger liest sich wie das „Who´s Who“ der Kasseler Kulturszene. Seit 1987 vergibt die Stadt Kassel einen Förderpreis für herausragende Kulturprojekte aus allen Kunstsparten. In den vergangenen beiden Jahren wurde zudem ein undotierter Sonderpreis an Initiativen verliehen, die mit kreativen Ideen auf die Corona-Pandemie reagiert haben.

Ausgezeichnet werden Vereine, Kulturinitiativen, Nachwuchskünstlerinnen und -künstler sowie Künstlergruppen aus Kassel. Die Preisverleihung, die bis 2019 im Staatstheater Kassel stattfand, ist eine beliebte Kulturveranstaltung, denn das Programm gestalten die Preisträgerinnen und Preisträger selbst und überraschen jedes Mal mit ihren kreativen Beiträgen.

Der Kulturförderpreis wurde 2018 in den Kulturpreis der Stadt Kassel und den Kulturförderpreis umgewandelt. Die Preise sind mit insgesamt 7.500 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet der Magistrat der Stadt Kassel auf Vorschlag der kulturpolitischen Sprecher aller Fraktionen.

Kulturpreis 2022

Der Kulturpreis der Stadt Kassel 2022 in Höhe von jeweils 3.000 Euro geht an die „Musikreihe Shelter Sounds“ sowie an die „Kunstmesse Kassel“ zu verleihen. Der Kulturförderpreis der Stadt Kassel 2022 in Höhe von 1.500 Euro geht an die „Galeria Kollektiva“. Dies gab Kulturdezernentin Dr. Susanne Völker bekannt. 

Die Verleihung des Kulturpreises ist am Sonntag, 27. November 2022, ab 18 Uhr im Schauspielhaus des Staatstheaters Kassel vorgesehen. Dann werden außerdem die Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Jahr 2021 gewürdigt, deren Auszeichnung aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste. Dazu Kulturdezernentin Dr. Susanne Völker:

Der Kulturbereich war die letzten Jahre geprägt von der Bewältigung der Corona-Pandemie und auch künftige Herausforderungen werden starker Netzwerke bedürfen. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger stehen in besonderer Weise für gemeinschaftliche Ansätze der Sichtbarkeit, Stärkung und Weiterentwicklung von kulturellen Angeboten.

Und weiter: "Die Musikreihe Shelter Sounds verbindet deutschlandweit Musikerinnen und Musiker verschiedener Stile, die Kunstmesse Kassel vernetzt und unterstützt Bildende Künstlerinnen und Künstler in und um Kassel und die Galeria Kollektiva entwickelt sich zu einer wichtigen Plattform für Formate junger Kulturproduzentinnen und -produzenten in Kassel. Wir freuen uns, diese vielseitigen und wichtigen Initiativen mit dem Kulturpreis der Stadt Kassel 2022 auszuzeichnen und in ihrer Arbeit so zu stärken und zu fördern."

Musikreihe Shelter Sounds: großartige Konzerte im kleinen Veranstaltungsformat

Die Musikreihe Shelter Sounds, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert und von dem Kasseler Jazzmusiker Detlef Landeck gegründet wurde, wird ehrenamtlich von einem kleinen Team organisiert. Im Kulturbunker werden jährlich rund zehn bis zwölf kammermusikalische Konzerte aus den Bereichen Jazz-, Rock- und Popmusik veranstaltet.

Durch vielfältige Kontakte im Bundesgebiet gastieren bei der Reihe unterschiedlichste Musikerpersönlichkeiten im Bereich elektronischer, komponierter und improvisierter Musik. Die zurückliegenden Ausgaben von Shelter Sounds zeigen, dass die Initiative mit ihrem Programmkonzept ein gutes Gespür für neue musikalische Strömungen und Nachwuchstalente hat und sowohl regionale als auch überregionale Künstlerinnen und Künstler gleichermaßen miteinander vernetzt. Shelter Sounds ist einerseits als Konzertreihe in der Musikszene gut etabliert und zum anderen nach wie vor ein Geheimtipp für das Musikpublikum in Kassel.

Kunstmesse Kassel: Vernetzungsplattform und Kunstpräsentation in der documenta-Halle

Die Kunstmesse Kassel wird durch den Regionalverband des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler seit 2014 organisiert und präsentiert professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler aus Kassel und der Region einer breiten Öffentlichkeit. Die Kunstmesse findet in der Regel alle zwei Jahre in der documenta-Halle statt. 

Eine Jury wählt circa 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus für die Bereiche Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Bildhauerei, Fotografie, Installation oder Video. Das Potenzial der Kunstmesse Kassel erstreckt sich auf drei verschiedene Bereiche: Die Vernetzung der regionalen Kunstszene untereinander, die Präsentation des vielfältigen Schaffens der regionalen Kunstproduzentinnen und Kunstproduzenten sowie eine Steigerung der Vermarktungschancen der einzelnen Künstlerinnen und Künstler durch das Ausstellungsformat. Somit ist die Kunstmesse vor allem für Künstlerinnen und Künstler attraktiv, die den Anspruch verfolgen, hauptberuflich von ihrer Kunst zu leben. Die fünfte Ausgabe ist für 2024 geplant.

Galeria Kollektiva: Junge Kunst und Kultur im Schillerviertel

Ein Kollektiv aus jungen Kreativen betreibt seit Anfang 2020 den Galerie- und Veranstaltungsraum in der Schillerstraße/ Ecke Erzbergerstraße und etabliert damit einen neuen Treffpunkt für Kunst und Kultur. 

In der Galeria Kollektiva erhalten Kulturproduzentinnen und -produzenten aus Kassel die Möglichkeit, kulturelle und künstlerische Projekte sowie Ideen in "einem unkomplizierten Rahmen" umzusetzen und sich auszuprobieren. Der Initiative ist es wichtig, einen Raum für kulturellen Austausch im Schillerviertel zu bieten, der sich sowohl an Kulturschaffende als auch an Publikum richtet. Die Plattform bietet gerade auch jungen und unbekannten Künstlerinnen und Künstlern einen Rahmen, um beispielsweise Ausstellungen, (Tanz-)Performances, Diskussionen, Lesungen und Filmvorführungen durchzuführen. Regional ansässige sowie überregional verortete Künstlerinnen und Künstler sind dabei gleichermaßen vertreten.

Alle Preisträger auf einen Blick

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