Die Südstadt: Ein Quartier mit vielen Gesichtern
Das Auefeld westlich der Frankfurter Straße dominiert eine genossenschaftliche Wohnanlage aus den 1950er Jahren, daneben existieren ausgedehnte Bereiche mit Ein- und Mehrfamilien- sowie Reihenhäusern. Mit der Bundesknappschaft, der Gartenbau-Berufsgenossenschaft, dem Versorgungsamt und dem TÜV ist der Stadtteil zudem Sitz größerer öffentlicher Einrichtungen.
An der Grenze zum südlich benachbarten Stadtteil Niederzwehren breitet sich ein kleineres Gewerbegebiet aus; größtes Unternehmen am Ort ist das Presse- und Druckzentrum. Die Infrastruktur – Läden, Märkte, Buchhandlung, Post, Bank, Cafés und Gaststätten entlang der Frankfurter Straße – ist gut, die Anbindung an den ÖPNV optimal.
Doch die bebaute Fläche macht nicht einmal die Hälfte des Stadtteils aus. In der Südstadt schlägt das grüne Herz Kassels: der große Landschaftspark der „Karlsaue“ mit dem Orangerie-Schloss und das angrenzende Fulda-Ufer mit seinen Bootshäusern, Cafés und Restaurants; auch ein Teil des Park Schönfeld ist dem Stadtteil zugeordnet. Die Orangerie mit Café und der vorgelagerten großen Karlswiese ist ein sehr beliebter Treffpunkt der Stadt.
Die wichtigsten Sporteinrichtungen Kassels sind südwestlich der Karlsaue konzentriert: Eissporthalle, Großsporthalle, Aue-Stadion und mehrere weitere Anlagen. Sie bestimmen das Leben im Stadtteil ebenso mit wie die der Universität zugehörige Kunsthochschule in der Menzelstraße.
Daten
| Einwohner: | 6.183 (Stand 31.12.2025) |
|---|---|
| Fläche: | 3,61 Quadratkilometer |
Historische Entwicklung
Die Flussniederung zwischen der Fulda und dem Weinberg, ursprünglich Weideland, wurde in wachsendem Umfang für Garten- und Parkanlagen des Landesfürsten in Anspruch genommen.
Von dem Garten Landgraf Wilhelms IV. im 16. Jahrhundert über Geländeankäufe des Landgrafen Moritz im 17. Jahrhundert ging die Entwicklung zu der gewaltigen barocken Parkanlage Landgraf Karls Anfang des 18. Jahrhunderts, deren Fläche größer war als das damalige bebaute Stadtgebiet.
Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts entstanden überwiegend fünfgeschossige Wohnhäuser an der damals baumbestandenen Frankfurter Straße, nicht zuletzt begünstigt durch die Standorte der Husarenkaserne, heute Versorgungsamt, und der Jägerkaserne.
Mit dem 1908 eingeweihten Gebäude der Kunstakademie an der Menzelstraße hielt der Kunsthochschulbetrieb seinen Einzug im Stadtteil. Bereits seit den zwanziger Jahren geplant, wurde die Gartenstadt Auefeld mit über 700 Wohnungen 1955/56 in einem Zuge errichtet. Einen besonderen städtebaulichen Akzent setzte die 1960 eingeweihte Markuskirche.
Kinderbetreuung und Schulen
Kinderbetreuung
Alle Angebote rund um die Krippe, Kita, Hort sowie Betreuung und Schulmittagessen finden Sie unter kibeka.kassel.de (Öffnet in einem neuen Tab)
Schulen in der Südstadt
Hier finden Sie alle Schulen und Schultypen, die es in diesem Stadtteil gibt. Wenn Sie die Suche ausdehnen möchten, nutzen Sie bitte die Seite: Schulen in Kassel