Mittelring und Mönchebergstraße sind nicht als Hauptverkehrsstraßen klassifiziert. Bei einer Verkehrszählung am 12. März 2020 wurden im Mittelring 5.473 Kraftfahrzeuge/24h registriert. Der Schwerverkehr lag bei 413 Kraftfahrzeugen/24h (einschließlich Straßenbahnen). Die zulässige Geschwindigkeit beträgt 50 km/h. In der Mönchebergstraße liegen die Verkehrsmengen in einer ähnlichen Größenordnung. Bei einer Verkehrszählung am 25. August 2020 wurden 5.797 Kraftfahrzeuge vor dem Klinikum erfasst (SV= 427 Kfz/24h). An diesem Tag wurden 430 Radfahrende gezählt. In der Mönchebergstraße ist die Geschwindigkeit auf 30 km/h begrenzt. Die Längsneigung liegt im Mittelring bei etwa 6 % und in der Mönchebergstraße zwischen 1,4 % und 2,4 % (im 1. Bauabschnitt).
Zur Förderung des Radverkehrs sollen im Mittelring und in der Mönchebergstraße beidseitige Radfahrstreifen angelegt werden. Sie erhalten eine Breite nach ERA von 1,85 m. Für die Gehwege wird eine Mindestbreite von 2,5 m angestrebt.
Die Tramstrecke wird ab der Ihringshäuser Straße zweigleisig ausgebaut. Die gemeinsame Fahrbahn von ÖV und MIV erhält eine Breite von 6,5 m und einen Asphaltbelag. Der Gleisachsabstand beträgt 3,0 m. Im Bereich der Haltestelle Mittelring wird der Abstand auf 3,5 m vergrößert, um eine sichere Begegnung von Tram und Lkw zu gewährleisten. Die Zweigleisigkeit endet zunächst an der vorhandenen Haltestelle Klinikum, die heute bereits zweigleisig ausgebaut ist.
Im Mittelring ist im Abschnitt Ihringshäuser Straße bis Bürgistraße auf der Südseite ein Längsparkstreifen mit Bäumen vorgesehen. Es können 15 Stellplätze und 4 Bäume in überfahrbaren Baumscheiben angelegt werden. Ein vorhandener Baum bleibt erhalten. Der Sicherheitstrennstreifen zwischen Radfahrstreifen und Längsparkstreifen wird 0,75 m breit. Die Einfahrt in die Bürgistraße ist für den Kraftfahrzeugverkehr verboten und für den Radverkehr erlaubt. Auf der nördlichen Seite des Mittelrings ist ein Längsparkstreifen mit 14 Stellplätzen vorgesehen. Zwischen Längsparkstreifen und Gehweg wird ein Schotterrasenstreifen angelegt.
Im westlichen Teil des Mittelrings befindet sich die Haltestelle Mittelring. Heute müssen die Fahrgäste die Fahrstreifen ungesichert überqueren, um die Tram in Fahrbahnmitte zu erreichen. Zukünftig wird die Haltestelle auf einer Länge von 45 m barrierefrei ausgebaut. Die beiden Haltestellen werden einheitlich gestaltet. Sie erhalten in Anlehnung an das Musterblatt BUS-4C des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen folgende Abmessungen (wie die neue Haltestelle Querallee):
- Ein- und Ausstiegsbereich: 1,0 m
- Radweg: 1,0 m
- Gehweg mit Unterstand: ≥2,5 m
Im Bereich der Haltestelle wird die Breite der Radverkehrsanlagen von 1,85 m auf 1,0 m reduziert, um die Aufmerksamkeit der Radfahrer zu erhöhen. Der Radweg erhält einen Asphaltbelag und unterscheidet sich damit deutlich vom gepflasterten Gehweg.
Der bestehende Längsparkstreifen mit fünf Stellplätzen, der auf der südlichen Seite im Bereich der Haltestelle liegt, entfällt. Am Ende der Haltestelle ist eine Fußgängerschutzanlage vorgesehen. Im Anschluss an die Haltestelle wird der nördliche Gehweg hinter die vorhandene Baumreihe gelegt. Dies verbessert die Sicherheit der Fußgänger und verhindert wilde Querungen im Kurvenbereich. Für die Anlage des Gehweges müssen etwa 200 m2 vom Nachbargrundstück erworben werden. Im Gegenzug könnten etwa 140 m2 bzw. etwa 90 m2 an der Haltestelle Mittelring veräußert werden.
Die Einmündung Mönchebergstraße/Mittelring wird umgestaltet. Durch eine neue bepflanzte Dreiecksinsel wird die abknickende Vorfahrt in südliche Richtung verdeutlicht. Die Wertstoffcontainer an der Klinikmauer werden um 5 m nach Westen versetzt, um die Sicht für die einbiegenden Fahrzeuge auf den Radverkehr zu verbessern.
In der Mönchebergstraße wird vor dem Gebäude Nr. 48A ein Längsparkstreifen angelegt. Zwischen Längsparkstreifen und Gehweg entsteht ein Schotterrasenstreifen. Die Anzahl der Stellplätze reduziert sich von 26 auf 14. Am nördlichen Ende des Parkstreifens gibt es zwei Taxistellplätze.
Im Mittelring hängt die Straßenbeleuchtung an der Oberleitung. Die Leuchten stammen aus den Jahren 1964 bis 2009. In der Mönchebergstraße befindet sich die Straßenbeleuchtung am östlichen Gehwegrand. Das Baujahr der Leuchten liegt zwischen 1968 und 2000. Ein Austausch der älteren Leuchten ist erforderlich.
Ob die Oberleitung und die Fahrleitungsmasten erneuert werden müssen, wird von der KVG im weiteren Planungsverlauf geprüft. Wenn die Fahrleitungsmasten im Mittelring erhalten bleiben, müssen die Stellplätze und die Bäume im Längsparkstreifen anders positioniert werden.