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Klimaschutzrat

Die Stadt Kassel hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Mit der Einberufung eines Klimaschutzrates hat die Stadt ein Organ geschaffen, um den dafür notwendigen umfangreichen Diskussionsprozess sowohl fachlich als auch in seiner gesellschaftlichen Relevanz zu begleiten.

Das Gremium berät den Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung umfassend in Fragen des Klimaschutzes. Ziel ist es, mit Hilfe des Klimaschutzrates frühzeitig ein Meinungsbild aus der Breite der Stadtgesellschaft zu Maßnahmen und Lösungsvorschlägen hinsichtlich deren Klima- und gesellschaftlicher Relevanz zu erhalten. Dem Gremium gehören deshalb rund 30 Vertreterinnen und Vertreter von unterschiedlichen Organisationen, Initiativen und Verbänden der Stadtgesellschaft an – aus Wissenschaft und Forschung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Bildung, Jugendvertretungen, Religion sowie Wohlfahrt und Soziales. Die Mitglieder werden vom Magistrat berufen.

Teil des Klimaschutzrates sind darüber hinaus acht Themenwerkstätten: (1) Quartiere und Gebäude, (2) Energieversorgung, (3) Mobilität, (4) Industrie und Gewerbe, (5) Ernährung und Landwirtschaft, (6) Konsum und Abfall, (7) Akzeptanz, Bürgerbeteiligung, Kommunikation und Bildung sowie (8) Grundlagen und Monitoring. In diesen Themenwerkstätten erarbeitet ein weiterer Kreis von Fachleuten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Stadtverwaltung sowie weiteren Praktikerinnen und Praktikern konkrete Maßnahmen und Lösungsvorschläge, die zeigen, wie Kassel klimaneutral werden kann.

Die Einrichtung des Klimaschutzrats war im August 2019 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen worden.

Geleitet und moderiert wird der Klimaschutzrat vom ehemaligen Bischof der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. "Der Klimaschutzrat wird die Aufgabe haben, Wege für ambitionierten Klimaschutz aufzuzeigen, die wir in den kommenden zehn Jahren in Übereinstimmung mit der Stadtgesellschaft gehen müssen. Das wird keine leichte Aufgabe sein, aber ich bin zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird", ist Prof. Hein überzeugt.

Christof Nolda, Stadtbaurat und Umweltdezernent, erläutert die Bedeutung des Klimaschutzrates: "Ein so ehrgeiziges Ziel wie die Klimaneutralität lässt sich nur mit Hilfe einer gut strukturierten Beteiligung erreichen. Klimaschutz ist eine hochkomplexe, gesamtgesellschaftliche Aufgabe – dem wollen wir mit der vielfältigen Zusammensetzung des Klimaschutzrates Rechnung tragen. Ich freue mich deshalb auf die Diskussionen und neuen Impulse in diesem vielfältig zusammengesetzten Gremium."

Oberbürgermeister Christian Geselle ergänzt: "Damit Kassel bis 2030 klimaneutral wird, sind viele einzelne Schritte und Maßnahmen nötig. Doch diese wichtige Zukunftsaufgabe können wir als Stadtverwaltung nicht alleine bewältigen – um Entscheidungen vorzubereiten, brauchen wir die den Sachverstand, das Engagement und auch den kritischen Blick unser Partnerinnen und Partner aus der Stadtgesellschaft.  Mein Dank gilt allen Mitwirkenden für ihre Bereitschaft zur Mitarbeit. Gemeinsam können wir mehr bewirken!"

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