Begegnung und Austausch, Bildung und Freizeitgestaltung
Das sogenannte „ruruHaus“ an der Ecke Obere Königsstraße/Treppenstraße soll zu einem neuen Kultur‐ und Begegnungsort für die gesamte Stadtgesellschaft entwickelt werden. Das Herzstück des Gebäudes wird eine moderne Stadtbibliothek bilden. Ergänzt werden soll das Angebot unter anderem durch eine Offene Bühne, Räume für Jugendliche sowie weitere kulturelle und soziale Nutzungen. Ziel ist, einen sogenannten „Dritten Ort“ zu schaffen – einen offenen Treffpunkt für Bildung, Austausch, Freizeit und Teilhabe mitten in der Kasseler Innenstadt.
Architektenwettbewerb für „Dritten Ort“ gestartet
Nach Beteiligungsprozess und Bedarfsermittlung startet die Stadt nun die nächsten Schritte zur Umsetzung des Projekts: In einem mehrstufigen Architekturwettbewerb können sich zunächst Planungsbüros bewerben. Aus den Bewerbungen werden 20 Büros ausgewählt, die anschließend konkrete Ideen und Entwürfe für das Gebäude erarbeiten. Ende August sollen daraus drei bis fünf Konzepte ausgewählt und weiter ausgearbeitet werden. Die Entscheidung über den Siegerentwurf ist bis Ende des Jahres geplant. Siehe Pressemitteilung vom 28. Mai 2026
Oberbürgermeister Sven SchoellerDer Beteiligungsprozess hat maßgeblich zur Entwicklung des Konzeptes beigetragen. Das Ergebnis berücksichtigt viele Perspektiven und schafft eine solide Basis, um das ruruHaus zu einem lebendigen Ort für die gesamte Stadtgesellschaft zu entwickeln.
Die Eckpfeiler des neuen Nutzungskonzepts
Das künftige ruruHaus soll ein vielseitiger Bildungs-, Kultur- und Begegnungsort werden. Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Säulen:
- Stadtbibliothek mit Zentralbibliothek, Kinder- und Jugendbibliothek sowie Artothek
- Offene Bühne für Kultur und Veranstaltungen
- Räumlichkeiten für Jugendliche
Konzept ist Meilenstein
Das Konzept beschreibt das ruruHaus als offenen, flexiblen Ort, der unterschiedliche Bedürfnisse verbindet: Rückzug und konzentriertes Arbeiten ebenso wie Austausch und Begegnung, Kreativität und gemeinsames Erleben. Hierzu zählt unter anderem ein offener, inklusiver sowie großzügig und barrierefrei gestalteter Ankommensbereich, der – ebenso wie die Offene Bühne – als einladender Übergang zwischen dem öffentlichen Stadtraum und den vielfältigen Angeboten im Inneren fungieren soll.
Attraktive und niedrigschwellige Informations- und Aufenthaltsangebote wie bequemes Sitzmobiliar, ein Cafébereich, frei zugängliches WLAN, eine Auswahl an Zeitschriften, offene Beratungsmöglichkeiten oder Einblicke in die ausleihbare Kunst der Artothek laden zum Einkehren, konsumfreien Verweilen oder Kennenlernen der innenliegenden Angebote ein.
Ein Kreativbereich mit Maker Space und Werkstatt heißt Gruppen wie Einzelpersonen gleichermaßen willkommen, ihre Ideen handfest umzusetzen, künstlerisch zu gestalten und Neues zu wagen. Ein Gaming-Bereich verknüpft Interessen der Jugendlichen mit denen der jungen Bibliotheksnutzenden. Ein Jugendwohnzimmer wartet darauf, durch die Gemeinschaft der Jugendlichen mitgestaltet und belebt zu werden.