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Die Netzwerkarbeit in den Frühen Hilfen ist ein elementarer Bestandteil. Denn nur gemeinsam ist die große Aufgabe eines gelingenden Aufwachsens für Kinder gut zu meistern.
Ein afrikanisches Sprichwort besagt, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind zu erziehen und gut groß werden zu lassen. Damit ist gemeint, dass Eltern und ihre Kinder all das an Unterstützung und Wissen bekommen, was sie zur Orientierung und zu einem gelingenden Aufwachsen der Kinder brauchen. Ein solches Dorf möchten die Frühen Hilfen mit ihren vielfältigen Angeboten, Leistungen und Akteure für Kinder, Eltern und Familien sein - denn gemeinsam geht vieles leichter.
Dabei ist es wichtig, dass diese Unterstützungs-, Hilfs- und Beratungsangebote gut miteinander vernetzt sind und voneinander wissen– eben wie in einem Dorf. Frühe Hilfen sind damit nicht ein spezielles Angebot, sondern das Netzwerk vieler Akteurinnen und Akteure unterschiedlicher Fachrichtungen, die multiprofessionell zusammenarbeiten. Diese Vernetzung herzustellen, ist ein elementarer Auftrag der Frühen Hilfen. Gerade der Förderung der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Gesundheitswesen kommt dabei eine besondere Rolle zu, um die beiden so wichtigen Systeme für Familien enger zu verzahnen. In unseren multiprofessionellen Netzwerken arbeiten die unterschiedlichen Professionen mit einem Ziel zusammen: dem gelingenden Aufwachsen von Kindern in unserer Stadt.
Die Frühen Hilfen vernetzen die vielfältigen Angebote für (werdende) Familien und ihre Kinder und beziehen dabei gerade die Partnerinnen und -partner aus dem Gesundheitswesen ein.
Unsere Netzwerkpartner kommen aus folgenden Fachfeldern:
Schwangerenberatungsstellen
Beratungsstellen
Einrichtungen der Familienbildung
Familienzentren
Freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe
Freie Träger der Kindertagesbetreuung
Frühförderung
Sozialmedizinische Nachsorge
Kliniken für Geburtshilfe
Gynäkologen/Gynäkologinnen
Kinderärzte/Kinderärztinnen
Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen (Erwachsene und Kinder)
Psychiaterinnen und Psychiater
Kliniken für Psychiatrie und Psychosomatik
Kinder- und Jugendpsychiatrie
Kinderschutzambulanz
Kinderklinik
Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
Palliativmedizin für Kinder: Kleine Riesen Nordhessen e.V.
Hebammen
Familienhebammen/Familien-Gesundheits-Kinderkrankenpflegerinnen der Frühe Hilfen
Jugendamt
Amt Kindertagesbetreuung
Gesundheitsamt
Sozialamt
Jobcenter
Amt für Chancengleichheit
und viele mehr……
Gelingendes Aufwachsen in Kassel – Netzwerk Frühe Hilfen und Willkommen von Anfang an
Die Frühen Hilfen umfassen zahlreiche Hilfs-, Unterstützungs- und Beratungsangebote. Diese sind in einem guten Austausch miteinander und treffen sich regelmäßig im Netzwerk Gelingendes Aufwachsen in Kassel.
Das Netzwerk Gelingendes Aufwachsen in Kassel ist das zentrale Netzwerk für den Bereich der Frühen Hilfen. Es bündelt die stadtweiten Angebote für (werdende) Familien und wird koordiniert von den Frühen Hilfen und dem Angebot „Willkommen von Anfang“ an. Ein großer Teil der oben aufgeführten Netzwerkpartnern treffen sich hier zum fachlichen Austausch. Die Fachkräfte haben so die Möglichkeit die breite Angebotspalette für (werdende) Familien und Familien mit kleinen Kindern kennenzulernen, eigene Angebote zu kommunizieren und sich mit anderen Fachkräften zu vernetzen. Auch Fortbildungsthemen haben in den Netzwerkveranstaltungen regelmäßig Platz.
Das Netzwerk Gelingendes Aufwachsen ist eng verbunden mit den Präventionsketten in Kassel und dem Bündnis für Kinder, Eltern und Familien. Gemeinsam ist es unser Ziel einen Blick auf die Situation von Kindern, Eltern und (werdende) Familien in Kassel zu werfen, sie zu gestalten und zu verbessern.
Wenn Sie Interesse an der Mitarbeit im Netzwerk Gelingendes Aufwachsen in Kassel haben, sprechen Sie uns gern an.
Fachforum Frühe Hilfen
Das Fachforum Frühe Hilfen bildet die Grundlage der Netzwerkarbeit. Hier haben alle Akteure der Kasseler Frühen Hilfen die Möglichkeit zusammenzukommen: die Fachkräfte aus den Sozialräumen und auch die Akteure, die im Bereich der Frühen Hilfen im gesamtstädtischen Bereich tätig sind. Leitungs- und Führungskräfte, die vorrangig im strategischen Bereich verortet sind, sind ebenfalls eingeladen.
Das Fachforum bietet Austausch- und Fortbildungsmöglichkeiten zu inhaltlichen Themen der Frühen Hilfen und orientiert sich dabei an den Bedarfen des Netzwerkes sowie aktuellen fachlichen Themen und Fragestellungen.
In den vergangenen Jahren haben wir uns in diesem Rahmen mit folgenden Themen beschäftigt:
Häusliche Gewalt im Kontext Früher Hilfen
Kinder psychisch kranker Eltern
Starke Bindung für starke Kinder – wie eine sichere Bindung ein gelingendes Aufwachsen unterstützt (Hauptreferentinnen: Prof. Dr. Ute Ziegenhain und Prof. Dr. Nathalie Bock)
Starke Eltern für starke Kinder (Hauptreferent: Dr. Herbert Renz-Polster)
Engagierte Vaterschaft von Anfang an
Kinder haben Rechte – von Anfang an!
Gesundes Aufwachsen in den ersten Lebensjahren
Helikopter-Eltern! Was tun? (Referentin: Katrin Boger)
Das Fachforum findet jährlich in Kooperation mit den Frühen Hilfen des Landkreises Kassel statt. Die Veranstaltungen sind kostenfrei.
Angebote für Netzwerkpartnerinnen und -partner sowie Fortbildungen der Frühen Hilfen
Für unsere Netzwerkpartner halten wir verschiedene Serviceangebote für die Arbeit in den Frühen Hilfen bereit. Diese reichen von Informationsmaterialien bis hin zu Fortbildungsveranstaltungen.
Anlaufstelle
Wie für die (werdenden) Familien sind wir auch für unsere Netzwerkpartnerinnen und -partner Anlaufstelle für viele Fragen in Bezug auf Fachthemen und Angebote der Frühen Hilfen in Kassel.
Aufkleber der Frühen Hilfen
Mit den Aufklebern mit den Motiven Teddy und Schwangere möchten wir auf die Unterstützung der Frühen Hilfen in Stadt und Landkreis Kassel hinweisen. Gynäkologische und kinderärztliche Praxen sowie die Geburtskliniken kleben diese Aufkleber auf Mutterpässe und Vorsorgeuntersuchungshefte der Kinder.
Fahrplan durch die Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt
Der Fahrplan durch die Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt gibt Tipps und Hinweise darauf, was, wann und wo in der Schwangerschaft und der Zeit nach der Geburt erledigt werden muss.
Fortbildung für alle im Gesundheitswesen tätigen Personen
Neben den Fortbildungsmöglichkeiten für alle Netzwerkpartner in den regelmäßigen Netzwerksitzungen oder im Fachforum bieten die Frühen Hilfen von Stadt und Landkreis Kassel auch eine spezielle Fortbildungsreihe für alle im Gesundheitswesen tätigen Personen.
Angesprochen sind hier Ärzte und Ärztinnen, Medizinische Fachangestellte, Hebammen, Gesundheits-(Kinder)-Krankenpfleger, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Psychotherapeuten und andere Gesundheitsfachkräfte in ambulanten Praxen und Kliniken.
Das Ziel der Fortbildung ist darauf ausgerichtet, Gesundheitsfachkräfte in ambulanten Praxen oder Kliniken für die Problemlagen von Familien zu sensibilisieren, Risiko- und Schutzfaktoren von Kindern und Familien zu kennen und wertschätzende Gespräche mit Betroffenen führen zu können. Die Gesprächsebene wird als eine Chance gesehen, um niederschwellige, nicht stigmatisierende Zugänge für Familien in die regionalen Angebote der Frühen Hilfen zu öffnen.
Die Fortbildungsinhalte reichen von den regionalen Strukturen der Frühen Hilfen mit ihren zahlreichen Angeboten über das Thema Gesprächsführung bis hin zu Risiko- und Schutzfaktoren von Kindern und Familien und zur Vernetzung im Kinderschutz.
Die Fortbildungsreihe hat einen zeitlichen Umfang von 4 Terminen à 4 Stunden, verteilt auf ein Jahr. Sie findet jährlich statt. Bei Interesse bitte melden!
Gesetzliche Grundlagen
Seit 2012 haben die Frühen Hilfen für werdende Eltern ab Beginn der Schwangerschaft sowie für Familien mit Säuglingen und Kleinkindern ihre gesetzliche Grundlage und ihren Auftrag im Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG). In § 3 Absatz 4 des Gesetzes zur Kooperation und Information im Kinderschutz (KKG), dem Hauptteil des BKiSchG, sind sie verankert.
KKG § 3: Rahmenbedingungen für verbindliche Netzwerkstrukturen im Kinderschutz:
(1) In den Ländern werden insbesondere im Bereich Früher Hilfen flächendeckend verbindliche Strukturen der Zusammenarbeit der zuständigen Leistungsträger und Institutionen im Kinderschutz mit dem Ziel aufgebaut und weiterentwickelt, sich gegenseitig über das jeweilige Angebots- und Aufgabenspektrum zu informieren, strukturellen Fragen der Angebotsgestaltung und -entwicklung zu klären sowie Verfahren im Kinderschutz aufeinander abzustimmen.
(2) In das Netzwerk sollen insbesondere Einrichtungen und Dienste der öffentlichen und freien Jugendhilfe, Einrichtungen und Dienste, mit denen Verträge nach § 75 Absatz 3 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch bestehen, Gesundheitsämter, Sozialämter, Gemeinsame Servicestellen, Schulen, Polizei- und Ordnungsbehörden, Agenturen für Arbeit, Krankenhäuser, Sozialpädiatrische Zentren, Frühförderstellen, Beratungsstellen für soziale Problemlagen, Beratungsstellen nach den §§ 3 und 8 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes, Einrichtungen und Dienste zur Müttergenesung sowie zum Schutz gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen, Familienbildungsstätten, Familiengerichte und Angehörige der Heilberufe einbezogen werden.
(3) Sofern Landesrecht keine andere Regelung trifft, soll die verbindliche Zusammenarbeit im Kinderschutz als Netzwerk durch den örtlichen Träger der Jugendhilfe organisiert werden. Die Beteiligten sollen die Grundsätze für eine verbindliche Zusammenarbeit in Vereinbarungen festlegen. Auf vorhandene Strukturen soll zurückgegriffen werden.
(4) Dieses Netzwerk soll zur Beförderung Früher Hilfen durch den Einsatz von Familienhebammen gestärkt werden. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt den Aus- und Aufbau der Netzwerke Frühe Hilfen und des Einsatzes von Familienhebammen, auch unter Einbeziehung ehrenamtlicher Strukturen durch eine zeitlich auf vier Jahre befristete Bundesinitiative, die im Jahr 2012 mit 30 Millionen Euro, im Jahr 2013 mit 45 Millionen Euro und in den Jahren 2014 und 2015 mit 51 Millionen Euro ausgestattet wird. Nach Ablauf dieser Befristung wird der Bund einen Fonds zur Sicherstellung der Netzwerke Frühe Hilfen und der psychosozialen Unterstützung von Familien einrichten, für den er jährlich 51 Millionen Euro zur Verfügung stellen wird. Die Ausgestaltung der Bundesinitiative und des Fonds wird in Verwaltungsvereinbarungen geregelt, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Einvernehmen mit dem Bundesministerium der Finanzen mit den Ländern schließt.
Aus der gesetzlichen Grundlage ergeben sich die kommunalen Kernaufgaben: die Koordination eines multiprofessionellen Netzwerkes sowie die längerfristige Unterstützung von Familien durch Familienhebammen und Familien-Gesundheits-Kinderkrankenpflegerinnen.
Die Bundesstiftung Frühe Hilfen fördert u.a. die beiden oben genannten Schwerpunkte in Kommunen und Landkreisen und setzt damit die erfolgreiche Arbeit der Bundesinitiative Frühe Hilfen fort. Sie orientiert sich dabei an dem vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und seinem Beirat entwickelten Leitbild.
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