Schule Jungfernkopf mit neuer Mensa

An der Schule Jungfernkopf wurden die räumlichen Angebote für Unterricht, Ganztagsbetreuung, Bewegung und gemeinsames Lernen erweitert.

Zum Schulstandort gehören heute eine neue Einfeld-Sporthalle, zusätzliche Räume für den Ganztag sowie eine neu gestaltete Mensa. Die Maßnahmen schaffen verbesserte Bedingungen für den Schulalltag der rund 300 Schülerinnen und Schüler und stärken die Verbindung von Bildung, Betreuung und Bewegung an einem gemeinsamen Standort.

Die Erweiterung unterstützt die Entwicklung der Schule Jungfernkopf als inklusive Ganztagsschule.

Neue Mensa im ehemaligen Rundbau

Die neue Mensa entstand durch den Umbau der ehemaligen runden Gymnastikhalle. Der zweigeschossige Rundbau mit Kegeldach wurde bereits 1967 errichtet und blieb äußerlich weitgehend erhalten. Die baulichen Veränderungen konzentrierten sich vor allem auf den Innenbereich.

Im Erdgeschoss wurde die ehemalige Turnfläche zu einem Speisesaal mit Essensausgabe umgebaut. Die früheren Nebenflächen wurden für die Ausgabeküche sowie für Sanitäranlagen genutzt. Für die Umsetzung waren eine umfassende Entkernung und eine Schadstoffsanierung erforderlich. Weitere Neben- und Funktionsräume für den Betrieb der Schulmensa befinden sich im Untergeschoss. Die Mensa verfügt über rund 100 Plätze.

Zusätzlich wurden die ehemaligen Hortflächen unterhalb der Mensa neu gestaltet. Dort entstanden Räume, die im Schulalltag als Rückzugsorte und für ruhigere Betreuungsangebote genutzt werden können. Insgesamt wurden die vorhandenen Flächen so weiterentwickelt, dass sowohl gemeinschaftliche als auch ruhigere Bereiche für Lernen, Betreuung und Aufenthalt zur Verfügung stehen.

Sporthalle und Ganztagsräume

Ergänzt wird das Raumangebot durch eine neue Einfeld-Sporthalle mit zusätzlichen Räumen für die Ganztagsbetreuung. Der Neubau wurde teilweise zweigeschossig und in klimaschonender Holzmassivbauweise errichtet. Die Sporthalle befindet sich hangaufwärts im nordwestlichen Bereich des Grundstücks. Südlich daran angeschlossen liegen die Räume für die Ganztagsbetreuung mit direkter Verbindung zum Schulhof und zum bestehenden Schulgebäude.

Für die Ganztagsbetreuung entstanden unter anderem vier Universalräume sowie zusätzliche Verwaltungs-, Sozial- und Nebenräume.

Die Gebäudehülle wurde mit einer Holzfassade ausgeführt. Großformatige Fenster mit Holz-Aluminium-Rahmen sorgen für helle Innenräume und verfügen über außenliegenden Sonnenschutz. Die Flachdächer wurden als Gründächer gestaltet und zusätzlich mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Beheizt wird das Gebäude über eine Fußbodenheizung. Die Wärmeerzeugung erfolgt durch Wärmepumpen, die auch die Warmwasserversorgung der Duschen übernehmen. Sämtliche Bereiche wurden barrierefrei geplant. Dazu gehören schwellenlose Eingänge, ausreichend breite Flure, barrierefreie Duschen sowie barrierefreie WC-Anlagen auf allen Ebenen.

Bei der Erweiterung wurden auch ökologische Aspekte berücksichtigt. Dazu zählen die Nutzung bestehender Bausubstanz, die Holzmassivbauweise des Neubaus sowie ein energieeffizientes Gebäudekonzept mit Wärmepumpen, Photovoltaikanlage und Gründächern.

Die Einfeld-Sporthalle sowie die Räume für die Ganztagsbetreuung werden bereits seit September 2024 genutzt. Die Halle verfügt über ein Spielfeld mit den Maßen 15 mal 27 Meter sowie über Geräte-, Umkleide- und Sanitärräume. Außerhalb des Schulbetriebs steht sie auch Vereinen zur Verfügung. Im Ganztagsbereich wurden zusätzliche WC-Anlagen und Nebenräume für Schülerinnen, Schüler und pädagogische Kräfte geschaffen.

Ergänzungen im Außengelände

Auch das Außengelände wurde erweitert. Ergänzt wurden unter anderem eine Sprunggrube und ein Bolzplatz. Der Bolzplatz steht außerhalb des Schulbetriebs auch der Allgemeinheit zur Verfügung. Zusammen mit den neuen Gebäuden wurden zusätzliche Möglichkeiten für Lernen, Bewegung, Spiel und Betreuung geschaffen.

Gemeinsamer Schulstandort für Stadt und Landkreis

Der Schulstandort wird gemeinsam von Kindern aus der Stadt Kassel und dem Landkreis Kassel genutzt. Rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler kommt aus Vellmar. Mit dem Ausbau der Ganztagsangebote können die Betreuungs- und Aufenthaltsangebote nun von allen Kindern am Schulstandort genutzt werden. Dadurch werden gemeinsame Angebote über den Unterricht hinaus ermöglicht.

Kosten und Förderung

Die Gesamtkosten der Baumaßnahmen belaufen sich auf rund 10,7 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 8,9 Millionen Euro auf den Neubau der Sporthalle und rund 1,8 Millionen Euro auf die Sanierung und den Umbau der ehemaligen Gymnastikhalle zur Mensa. Da rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler aus Vellmar kommt, beteiligt sich der Landkreis Kassel mit 36 Prozent an der Baumaßnahme. Die Stadt Kassel trägt 64 Prozent der Kosten. Darin enthalten ist eine Kofinanzierung durch Landesmittel aus der Hessenkasse in Höhe von 5 Millionen Euro.