Vom 2. Juni bis 11. September 2026
Zu Ehren von Bazon Brock, der am 2. Juni 2026 seinen 90. Geburtstag begeht, gibt das documenta archiv erstmals Einblick in den reichen Vorlass des Kunsttheoretikers.
Die Studioausstellung versammelt „theoretische Objekte“, Filme, Fotos und Dokumente aus allen Phasen seines Wirkens und erschließt Brocks Denkkosmos entlang der documenta Geschichte. Im Zentrum stehen seine documenta Besucherschulen, seine Teaching Aktionen sowie ihre prägende Wirkung auf die Kunstvermittlung der documenta. Zu sehen ist außerdem eine digitale Fassung des „Audiovisuellen Vorworts“, die 1972 den Auftakt zur documenta 5 bildete.
Was verbindet Bazon Brock mit der documenta?
Als Fluxus-Mitstreiter, selbsternannter „Künstler ohne Werk“, Erfinder des Action Teaching und der Besucherschule ist der Name Brock untrennbar mit der Geschichte der documenta verbunden. Ab den 1960er Jahren revolutionierte er die Kunstvermittlung, indem er die „Ästhetik als Vermittlung“ selbst zur aktionistischen Praxis erhob.
Was in den frühen Aktionen an der Hamburger Hochschule für bildende Künste erprobt wurde, fand auf der documenta seinen größten Resonanzraum: Mit den Besucherschulen der documenta 4, 5 und 6 schuf Brock ein bis dahin beispielloses Format – die Ausstellung wurde zum Lernort, das Publikum zu Teilnehmenden, die Vermittlung selbst zum Ereignis.
Programm
- 2. Juni 2026: 11 Uhr Eröffnung
Es sprechen:
Birgitta Coers, Direktorin documenta archiv
Melissa Köhler, Restauratorin - 11. und 12. Juni: Zwei Tage mit Bazon Brock
Filme, Vorträge und Podien tauchen in die Welt des Aktionskünstlers und seiner documenta Besucherschulen ein.
documenta archiv
Anschrift
Untere Karlsstraße 4
34117 Kassel